Fiji - Samstag bis Sonntag
Samstag, 4. Februar 2006
1. Tag - Ankunft auf Waya Island, Sunset Resort
Wir sind gut gelandet und nach ewigem Warten auf die Koffer sind wir zu dem Büro hin um, wie wir wussten, unsere gebuchten Karten zu holen. Wir fragten gleich, ob man irgendwo ein Gepäckstück unterbringen kann, denn wir wollten nicht mit 2 Koffern auf Fiji rumreisen. Wir haben ja so einen Pass für "Island Hopping" gebucht, damit kann man
von einer Insel zur nächsten fahren. Mit dem Accomodation-Pass haben wir dann die Unterkunft umsonst auf der Insel. Die nette Dame, man muss sagen, die sind hier echt alle total nett, hat uns gesagt, wir können den einen Koffer bei ihr im Büro lassen, da kommt niemand hin. Wir haben nichts Wertvolles drin gelassen und auch nichts was irgendwer interessieren könnte, außer Klamotten. Sie hat uns ein Taxi besorgt und so sind wir zum Hafen gefahren. Gleich am Anfang ist uns nicht nur die Hitze aufgefallen (ca. 25° C um ca. 6:30 morgens) sondern auch die hohe Luftfeuchtigkeit. Die Kleidung klebt an einem (vor allem die Jeans!) und mich hat es sehr an Singapore/Indonesien erinnert! :o) Die Zeit bis ca. 8 Uhr vormittags ist schnell vergangen und die offene Hütte, mit den Schaltern wurde langsam lebendig. Max hat dann bei dem "Awesome Adventures Fiji" die gebuchten Pässe gegen Barzahlung abgeholt und nachdem wir unseren Koffer eingecheckt haben, durften wir aufs Schiff/Fähre. Das Wetter hier ist echt klasse, heiß und überhaupt kein Dauerregen oder Stürme, die es eine Woche zuvor noch gegeben hatte. Mit dem Flyer (das Katamaranboot, auf dem wir zwischen den Inseln mit Awesome Adventures mit können) sind wir dann ca. 2 Std. gefahren, wir wollten auf die Waya Lailai Insel. Fiji hat die Inselgruppe Yasawa Islands, die sind links oben über der großen Haupt-Insel Viti Levu. Die Pässe gelten für die Yasawa Inseln und man kann sich aussuchen wo man bleibt, nur vorher mit den Leuten am Schiff besprechen, ob noch Platz frei ist.
Leider war Waya Lailai nicht ganz im Pass inbegriffen, wir hätten noch was draufzahlen müssen (manche Resorts sind ein wenig teurer) also haben wir uns für das Sunset auf Waya entschieden. Mit dem Flyer sind wir dann kurz vor dem Resort gefahren und sind in ein kl. Fischerboot umgestiegen, um an den Strand zu kommen. Das war einfach super, ich hatte zwar ein wenig Angst beim Einsteigen, aber es ist echt Klasse! Vor allem die Gegend hier ist so schön, die Inseln sind teilweise mit Felsen und Hügel und vor allem saftigem Grün bewachsen. Ich habe mir Fiji immer als flache Inseln mit Palmen und Strand vorgestellt. Am Stand angekommen haben die Mitarbeiter für uns ein Willkommenslied gesungen und wir haben alle zum Schluss "Bula" rufen müssen. Hier heißt Bula einfach alles, Hallo, Willkommen, Gerne... Die Leute hier sind auch super nett, aber es ging mir mittlerweile ziemlich schlecht und als wir unsere Hütte betreten durften habe ich mich erstmal hingelegt. Der Flug und die Erkältung haben mich ganz einfach geschafft. Zum Mittagessen konnte ich nicht gehen, meine Nase ist in einer
Tour gelaufen und ich war zu schwach. Max ist allein zum Mittag- u. Abendessen gegangen und hat mir einen Teller mit Essen und ein wenig Obst gebracht. Die Leute haben es extra für mich eingepackt und es ihm mitgegeben, damit ich aufs Zimmer essen kann. Wir haben hier auf dem Flyer ein paar Schweizer getroffen, Angela und Florian, die sind schon seit 2 Tagen hier. Angela hat mir noch ein Zitronen-Heißgetränk vorbeigebracht und eine Australierin hat Max noch ein paar antibakterielle Lutschguttis mitgegeben. Ich hatte ja schon dauernd Aspirin+C genommen, hat nix geholfen. Ich habe leider vom schönen Wetter und von der schönen Gegend hier nicht so viel mitbekommen, ich habe den restlichen Tag geschlafen, was ich auch dringend nötig gehabt habe. Max hat derweil ein paar Fotos geschossen und ist dann aber auch am Nachmittag eingeschlafen, wir waren einfach zu kaputt von unserem Tiefkühl-Flug.
Sonntag, 5. Februar 2006 bis
2. Tag – Waya, Sunset Resort
Gleich in der Früh ist es mir ganz schön mulmig geworden. Da ich ja gestern so viel getrunken habe musste ich zwei Mal nachts aufstehen. Beim zweiten Mal habe ich schon komische Geräusche gehört, nicht identifizierbar. Ich hab Max aufgeweckt, er hat ne Taschenlampe. Ich habe rumgeleuchtet und bin vor Schreck stehen geblieben.
Ne, da kam zwar das unidentifizierbare Geräusch nicht her, aber einfach grausig! An der Wand in der Hütte (Bure heißt's hier) war eine ungelogen 10 cm Ø schwarze Spinne und auch noch über unserem geöffneten Koffer. Da war sogar der Max sofort wach. Nach ein paar Mal hinleuchten ist die Spinne unter einem Holzbalken verschwunden. Wir haben noch durch die Gegend geleuchtet und schon hatten wir das unidentifizierbare Geräusch! Ne süße kl. Maus sauste auf dem Querbalken durch die Hütte. Gott sei Dank hab ich vor Spinnen mehr Angst als vor Mäusen. Max hat den Koffer zugemacht. Also hier hat man gleich die Haustiere mit drin im Programm: rote Ameisen, Mücken, schw. Spinnen, Kakalaken, Geckos (Lizzards) und Mäuse. Diesmal bin ich mit zum Frühstücken gegangen. Alle haben mich gefragt, wie es mir geht, was ich den so hätte usw. Angela hat auch von einem 10 cm Spinnerlebnis berichtet, aber bei ihr war die Spinne direkt am Moskitonetz, das über dem Bett hängt! Also hat jede Hütte ein Haustierchen. Hier auf Fiji gibt es diese Spinnen immer, sie sind nicht giftig und tun einem auch nix, sie sind nur ekelhaft anzuschauen und riesengroß! Gott sei Dank bauen sie keine Netze... Da heute Sonntag ist, kann man mit in die Kirche gehen. Ich habe es mir noch nicht so zugetraut, da ja Mittagshitze ist, aber der Max ist mitgegangen. Das Dorf der Inselbewohner ist nicht sehr groß. Es gibt zahlreiche Buren und eine gemauerte Kirche mit Holzdach, jedoch ohne Kirchturm. Unsere Gruppe hatte die Ehre, in den Gottesdienst gehen zu dürfen. Zuvor warteten wir in Sams Bure, in der sein Vater und seine Mutter wohnt, auf den Beginn des Gottesdienstes. Wir setzten uns alle im Kreis auf eine Kokosmatte und bekamen frischgepressten Fruchtsaft. Das Innere der Bure bestand aus 2 Räumen, jeweils gleich groß, wir konnten jedoch nur den einen betreten. Es waren neben der Kokosmatte am Boden recht viele Fotos an den Wänden aufgehängt. Alle im Dorf sind wirklich nett. Besucher werden quasi als Dorfbewohner betrachtet und entsprechend herzlich behandelt. Sams Vater hat uns alle persönlich mit einem Handschlag begrüßt und nach unseren Namen gefragt. Überhaupt scheinen die Fijianer ein sehr gutes Namensgedächtnis zu haben. Viele die ich persönlich auf dem Resort begrüßen konnte wussten auch später noch meinen Namen. Würde das Dorf in einem anderen Land stehen würde man es als ärmlich bezeichnen, hier jedoch, zwischen Papaya, Kokos und anderen tropischen Bäumen, dem Grasboden und all der frischen Natur sieht das Dorf einfach wunderbar ursprünglich aus. Manche Buren haben kein Kokos-Blätterdach sondern eines aus Wellblech, aber es stört hier einfach nicht, wenn ein wenig verrostetes Blech sichtbar ist. Es ist sehr sauber im Dorf, kein Wunder, gibt es doch nicht so viele neumodische Artikel, die Müll verursachen. Im ganzen Dorf kann man Barfuss herumgehen. In der Kirche sind ca. 40 Einwohner, 20 Kinder. Der Pater ist in einem schönen schwarzen Anzug gekleidet und trägt die Messe auf Fijianisch vor. Bob,
der Amerikaner und der größte unserer Gruppe darf vorne mit auf der Bühne stehen (die Kirche ist innen ein großer Raum, der auf der Vorderseite eine leicht erhöhte Bühne mit Zaun und ein Redepodest hat). Auf der linken Seite sitzen vorne die Kinder, hinten die Frauen, rechts sitzen die Männer auf Stühlen, wir Besucher dürfen hinten rechts auf Bänken sitzen. Der Gottesdienst erinnert vom Ablauf her an einen katholischen, ich glaube sogar das Vater-Unser erkannt zu haben. Es werden mehrere Lieder gesungen, zwischendurch müssen die Kinder singen. Nach ca. 1,5 Stunden ist der Gottesdienst zu Ende, ein wirklich schönes Erlebnis. Sonntags gibt es immer dreimal einen Gottesdienst. Sam erzählt uns, dass in fünf Jahren wohl alles schon anders aussehen wird, da ein Neuseeländer in das Resort investieren will und dann 50-50 zwischen dem Dorf und dem Investor aufgeteilt wird. Auch wenn die Dorfbewohner die Mehreinnahmen sicher gut gebrauchen können, finde ich es irgendwie beängstigend und schade. Die friedliche und idyllische Lebensart dieser Menschen wird sich ändern wenn mehr Geld, mehr Touristen, mehr neumodische Waren auf der Insel ankommen. Ich wünsche den Bewohnern, dass dieser Prozess sehr lange dauert, denn wenn man den Leuten hier begegnet merkt man wie zufrieden und glücklich sie sind – von den Bewohnern der Industriestaaten kann ich das nicht behaupten, alle scheinen mit sich selbst und ihren 'Problemen' beschäftigt zu sein, von Freundlichkeit keine Spur mehr, vor allen in Großstädten. Hier wird ein jeder 'Fremde' von allen, denen er begegnet herzlich begrüßt und wenn jemand in einem anderen Dorf/Resort aushilft wird er dort mit in die 'Familie' aufgenommen. Auf Nacht hatten wir ein zweites Erlebnis, als wir in die Hütte zurückkamen waren an der Wand zwei Spinnen! Die schwarze und eine grau-braune. Wir haben sie mit Insektenspray weggejagt und hoffen, dass sie nicht mehr kommen. Zu Abend hat es nichts Gutes zu essen gegeben! Angela hat ihr Essen nicht gegessen, und ich habe meins teilweise an die Hündin Pancake (heißt wirklich so :o) heimlich gefüttert. Es hat ausgeschaut wie Gulasch mit Reis, aber es war eher ein Knochen-Hähnchen-Gulasch mit Reis! 80% Knochen und Rest Fleisch. Einfach grausig, wenn wir hier noch länger geblieben wären, hätte ich bestimmt gut abgenommen.
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Coming soon...
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