5. Woche Neuseeland - Südinsel

Montag, 13. März 2006 - Sonntag, 19. März 2006
Montag: Cape Farewell, Pillar Point, Wharariki Beach
Mit dem Vorsatz heute Cape Farewell zu machen, sind wir sogar vor Mittag aufgebrochen und dorthin gefahren. Es ist der oberste Punkt hier auf der Südinsel, hat auch wunderschöne Strände und natürlich einen Track zum gehen. Nachdem wir unser Auto am Carpark gelassen haben, sind wir ca. 200 m zum Cape gegangen. Man ist ganz oben auf der Weide und unten am Meer in der Felsenbucht haben sich grad ein paar Seelöwen gesonnt und einer hat sogar im Meer gespielt und sich von den Wellen treiben lassen. Cape Farewell hat an der Spitze eine "Steinbrücke" oder "Steinbogen". Wir sind entlang der Klippen weiter gegangen, um zum Pillar Point, einem modernen Leuchtturm, zu kommen. Man geht über Schafweideland und weiter oben
über karges Steingelände gegangen und immer wieder wurden wir mit tollen Ausblicken belohnt. Der Leuchtturm war sehr klein, Solarbetrieben und hat uns beide enttäuscht, da wir einen schönen großen erwartet hatten. Frustriert, aber glücklich hier oben zu sein, haben wir unsere Brote gemampft und haben wieder den Rückweg angetreten, man kann auch weitergehen, dann kommt man wieder am Farewell Spit raus, aber das hätte wieder 2 Std. gedauert, außerdem wäre unser Auto am anderen Ende. Wir sind ja bereits 1 Std. gegangen und es war grade recht. Als wir wieder am Cape ankamen, war bereits Ebbe und es war fantastisch zu sehen, wie weit hier das Wasser zurückgeht, wo früher die Seelöwen gespielt haben war kein Wasser mehr, der Strand kam zum Vorschein! Wir sind noch weitergefahren zur Wharariki Beach, die anscheinend eine von den Top 10. Stränden der Welt sein soll... und tatsächlich hat die Beach alles zu bieten, was man sich vorstellt!!! ;o) Von Seelöwen, die in die Pools spielen, die durch die Ebbe entstehen, bis zu "Steinbögen" im Meer, Felsen, Muschelfelsen, Dünen, steile Klippen mit Gesteinablagerungen, Grotten, weiß-grauer Sand u
nd ein ewig breiter Strand, der durch Ebbe entsteht! Wharariki Beach ist auch zum Surfen geeignet, da es auf der Westseite liegt. Der Strand ist super lang, man geht da locker 10-15 Min. einfach dahin. Als wir zwischen den Felsen nach einem schönen Motiv für Fotos suchten, fanden wir aus Zufall eine große Robbe/Seelöwin die sich grad in der Sonne sonnte, wir hatten vielleicht 1 m Abstand! Das Wasser ist wirklich zu kalt um zu baden, wir haben unsere Schuhe ausgezogen und sind am Strand entlang gelaufen, aber als uns ein paar Wellen erwischt haben, waren wir unglaublich froh wieder im warmen Sand laufen zu können. Auf Nacht gab's wieder Spaghetti mit Tomatensauce und später auf Nacht hat der Max diesmal einen Kirsch-Schoko-Gugelhupf gebacken! ;o) Die Kirschen, die man hier selten in der Dose findet, sind richtig große dunkle Sauerkirschen! Dadurch ist der Kuchen schön saftig geworden!Dienstag: Waikoropupu Springs (Pupu Springs), Pupu Walkway, Nelson
Heute wollen wir wieder weiterfahren und gestern haben wir ja bemerkt, dass unser weißes Handtuch nicht da ist, so beschlossen wir kurzerhand noch mal nach Nelson zu fahren, da es auf dem Weg liegt. Durch einen kurzen Anruf im Alans Place haben wir uns eine Übernachtung reserviert und so sind wir heute in Collingwood abgereist und zu den vor Takaka gelegenen Pupu Springs gefahren. Es ist eine Wasserquelle, die am Ursprung einen kleinen See ausbildet und dann zum Bach wird. Die Pupu Springs sind eine der reinsten Quellen auf der Welt, wenn man reinschaut, weiß man warum. Solch glasklares Wasser habe ich noch nie gesehen. Pro Sekunde kommen 40 Badewannen Frischwasser nach, 14 m³/Sek.!
Ein Rundweg um den Wald und an den Quellen mit Aussichtsplattform vorbei gibt einem einen wunderschönen Einblick. In der Nähe gibt es den Pupu Walkway, der ein wenig steil rauf an einer ehemaligen Goldwaschanlage vorbei führt. Nach ca. 1 ½ Std. hat man den Rundweg geschafft und ist wieder am Auto. Diesmal haben die Zeiten vom DOC (Department of Conservation, Naturschutzamt) etwas übertrieben, die haben dafür 2 ½ Std. angegeben. Glücklich sind wir über Richmond nach Nelson gefahren. Im Hostel waren Tara & Bill sehr überrascht, denn als wir reservierten war Nick dran. Sachi war leider mit Freunden im Kino. Am Abend haben wir dann noch zwei auch aus D kennen gelernt und mit ihnen einen gemütlichen Ratschabend verbracht.Mittwoch: Nelson Queens Gardens, St. Arnaud, Lake Rotoiti
In der früh im Bad trafen wir auf eine sehr überraschte Sachi
und als wir auscheckten haben wir nicht nur unser Handtuch mitgenommen sondern konnten wir uns von allen noch mal verabschieden, diesmal auch von Nick. Tara gaben wir unsere Email Adresse, vielleicht treffen wir uns ja mal wieder irgendwo. Was wir noch in Nelson vergessen haben, waren die Queens Gardens, so fuhren wir kurz hin. Es ist ein netter Park mit See+Enten, Wasserrad und Rosengarten, gar nicht mal so groß. Nach einem kl. Einkauf sind wir auf dem Highway Richtung St. Arnaud gefahren. Es war eine gemütliche Fahrt, denn wie immer fast kein Auto auf der Straße. St. Arnaud ist winzig klein, und liegt am Lake Rotoiti. Wir haben uns am Visitor Center schlau gemacht was man hier machen kann. Wir wollen morgen ein paar Wanderwege gehen. Da es hier zwar auch Hostels gegeben hätte, aber teuer, haben wir uns eins weiter weg genommen, in Glenhope Hu Ha Bikepackers.
Es ist eine Farm mit Rindern, Ziegen und Schafen die von einem Paar geführt wird, dementsprechend weit weg gelegen und nix in der Nähe. Nachdem uns am Telefon gesagt wurde, wir sollen nicht spät kommen, denn auf Nacht findet man hier den Weg nicht mehr zum Abbiegen, sind wir bald angekommen. Nach dem Einchecken sind wir zu dem Hügel hier am Hostel rauf. Der Weg war schön, wir sahen Schafe und Ziegen. Da wir nicht umdrehen wollten und einen Rundweg gehen wollten, sind wir einfach nach unten zu den Schafen hin, über den Zaun drüber. Auf der anderen Seite waren aber leider 3 Ziegenböcke, der eine ein wenig bockig. Max hatte vorher die Ziegen gestreichelt, das roch er wohl, denn er ist nicht mehr weg von ihm und hat dauernd komische Geräusche von sich gegeben. Die anderen zwei waren zwar am Anfang neugierig, ließen aber später ab und waren eher mit Kämpfen miteinander beschäftigt. Wir sind ganz schnell über den elektrischen Zaun drüber um uns in Sicherheit vor den verrückten Böcken zu bringen! Hungrig und fertig sind wir am Hostel angekommen und haben zu Abend gegessen.
Donnerstag und Freitag: Lake Rotoiti, Lake Rotoroa, SwingbrigdeWir haben uns Donnerstag vor dem Haus unter den Blauregen gesetzt und uns mal die Reiseführer durchgelesen, das haben wir schon länger nicht mehr gemacht. Wir fahren am Freitag weg, also haben wir uns mal die Strecke angeschaut. Später sind wir wieder auf den Hügel gegangen, diesmal in die andere Richtung, war ein schöner nicht zu anstrengender Weg.
Freitag sind wir zeitig los, wir wollten die Wanderwege gehen. Gestern haben wir uns die Walkway-Map von den beiden Lakes angeschaut und 3 Wanderwege gefunden, zwei für den Rotoiti und einen schwereren für den
Rotoroa. Wir ließen unser Auto am Parkplatz direkt am Wasser und sind einmal 10 Min. den Bellbird Walk gegangen, da kann man einheimische Vögel hören und beobachten und einmal den Peninsula Walk, der geht um die kl. Halbinsel rum. Der andere See ist weiter weg, liegt aber nicht weit vom Highway 6. Man geht vom Parkplatz zuerst am See entlang (der sehr viele Sandflies hat), biegt aber dann steil auf eine Schotterstraße, die mit Allradantrieb befahren werden kann, ab. Nach einer guten halben Stunde sehr steiler Serpentinen sind wir an einem Aussichtspunkt angekommen, der uns einen wunderbaren Überblick über den großen See beschert hat. Dort haben wir im Schatten eines Strauches Brotzeit gemacht und die Aussicht und das schöne Wetter genossen.
Auf dem Weg nach Westen, Richtung Westport sind wir noch an der längsten Hängebrücke NZs vorbeigefahren. Es wird von der Firma "Swingbridge", die die Brücke gebaut hat verwaltet, man muss 5 $ Eintritt zahlen. Dann kann man über die 160 m lange Brücke gehen, die über einer Schlucht führt. Man kommt an einer Halbinsel mit Wanderwegen an. Nach ca. 20 Min. ist man wieder draußen und die Fahrt konnte weitergehen. Wir hielten zwar noch in Lyell an, eine ehemalige Stadt, die zu Goldzeiten floriert hat, mittlerweile lebt hier keiner mehr, man kann aber den alten Friedhof besichtigen. Wir sind den Walkway nicht gegangen, da wir schon relativ spät dran waren und wir noch in Westport fürs
Wochenende einkaufen wollten. In Westport fanden wir dann einen Supermarkt und nach dem Einkauf sind wir die Küste hinauf nach Hector gefahren, zu unserem Hostel 'The Old Slaughterhouse'. Das Hostel ist oben am Hang gelegen, man parkt das Auto unten und geht zu Fuß ca. 10 Min. einen recht steilen Track hinauf. Den Koffer haben wir unten gelassen, als wir oben waren fuhr dann der Host, David, mit einem Quad runter um ihn zu holen. Es ist schön hier oben, man hat einen fantastischen Blick auf die Westküste und das Hostel ist rustikal eingerichtet, mit viel Massivholz (in der Küche gibt es sogar in der Mitte ein quadratisches Rolltisch-Schneidebrett aus dunklem Massivholz, wäre was für den Alfons,
Birgit! ;o)). Wir haben hier ein paar NYer (Sean + Frau) getroffen und haben uns recht nett beim Kochen unterhalten. Nach dem Essen haben wir ihnen und David in der Küche beim Diskutieren zugehört, war überaus interessant zu hören, was ein echter New Yorker über den 11.09.2001 denkt! Ich muss sagen, ich war mehr als positiv überrascht was er, Sean von sich gegeben hat und was er so live mitbekommen hat von den Anschlägen. (Es hat mich gefreut zu hören, dass er auch nicht an terroristische Anschläge glaubt, was lt. ihm die NYer sowieso nicht tun). Sean hat uns noch ein paar lustige Erlebnisse von hier erzählt und der Abend war wirklich sehr nett.
Samstag: Hector Beach, Granity WasserfallVormittags wollte die Sonne gar nicht rauskommen, und wir dachten, es wird regnen! Spät mittags kam sie doch noch raus und wir sind zum Strand nach unten gegangen. Die See ist hier sehr rau, Westküste und es gibt wieder viele Sandfliegen, die einem die Lust am Anschauen der See verderben. Wir sind noch zum benachbarten Ort Granity, da wir dort auf einer Karte einen 7m Wasserfall gesehen haben.
Auf einer mit vielen Serpentinen versehen Straße kann man bis oben zum Hügel rauf fahren. Der Wasserfall war gleich unten, an einer Brücke und sehr schön. Oben haben wir dann noch ein Schild mit "Dam" gesehen, also sind wir einen kl. Bushwalk gegangen um an einem Damm zu gelangen. Die Straße an sich beschert wieder wunderschöne Aussichten auf den unten gelegenen Strand und näheren Hügel. Wieder im Hostel haben wir uns was zum Essen gemacht und sind früh ins Bett.
Sonntag: Karamea, Moria Gate Arch, Oparara Arch, Mirror Tarn, Nikau WalkIn der Nacht auf heute hat es geregnet, wir haben befürchtet es hielte an, aber nach dem Frühstück hat es allmählich ein wenig aufgelockert und wir trotzdem losgegangen um uns die Gegend bei Karamea anzuschauen. Kurz nach Karamea, eine Autostunde entfernt,
fährt man zuerst auf einer "Gravel Rd" rauf und runter bis man dann den kl. Carpark erreicht. Vom Parkplatz aus geht man den Walkway zum Moria Gate Arch (ca. 60 Min.) und zum Oparara Arch (ca. 40 Min.). Während Moria
Gate Arch eine kl. "Steinbrücke" ist und man erst mal durch eine Grotte durchgehen muss, ist die Oparara Arch ein riesiger "Steinbogen" den man zuerst gar nicht mitbekommt, wenn man durchgeht. Etwas 20 Min. abseits gelegen gibt es den "Spiegelsee" Mirror Tarn. Dort haben wir Brotzeit gemacht. Wieder auf der Straße sind wir zum Ende/Anfang des Heaphy-Tracks gefahren.
Der Track ist ca. 86 km lang und man braucht 3-4 Tage dafür. Man kann aber nur die letzte Std. des Tracks gehen, den Nikau-Walk (ca. 40 return) bei dem man die Nikau-Palmen bewundern kann. Man geht erst über eine Hängebrücke und dann durch Palmenwald mit schönen Vögeln, die einen neugierig verfolgen. Man wird auch nett ab und an mit schönen Aussichten belohnt. Langsam wurde es dunkel, noch schneller, da die Uhr von gestern auf heute auf Winterzeit (1 Uhr zurückgestellt) umgestellt wurde. Als wir dann am Hostel ankamen, war es bereits stockfinster und wir mussten mit der Taschenlampe den dunklen 10. Min. Walkway rauf gehen. Fix und fertig haben wir uns nur noch was zum Essen gemacht und sind ins Bett gegangen.________________________________________________________

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